Wer sich für urbane Kunst und außergewöhnliche Events zu begeistern weiß, sollte seinen temporären Lebensmittelpunkt zumindest dieses Wochenende nach Dresden verlagern. Mit dem offiziellen „Kick off“ des diesjährigen Paint Clubs steigt dort am 13.08. nämlich ein Live-Battle-Happening, das selbst international Seinesgleichen sucht und mittlerweile zum zweiten Mal veranstaltet wird. Im Wesentlichen dreht sich das konzeptionell einzigartige Event dabei um den in „Realtime“ stattfindenden Wettstreit zwischen talentierten, aber zumeist bis dato unbekannten Künstlern, die sich dem als Jury fungierenden Publikum mit sprichwörtlich vollem Einsatz präsentieren. Ausschließlich mit „Molotow One4All“ Lackmarkern bewaffnet, gilt es seine Gegner im Zuge dessen innerhalb einer begrenzten Zeitspanne und zu einem vorgegebenen Thema mit Motivgewalt, Witz oder Ironie auszustechen. Klingt gut? Na dann auf nach Elbflorenz, wo unser Cromatics-Homie Andreas mit seinem Paint Club auf euch wartet!
Alexander Klein vom Juxtapoz Magazine hat sich an die grazilen Fersen des umtriebigen Streetart-Aktivisten Sam Bassett geheftet und ihn bei einer seiner mittlerweile fast schon legendären Tape-Installationen bzw. -Performances begleitet. Bassett, der, wie man im Clip erkennen kann, in New York City lebt und arbeitet, dürfte den meisten von uns dabei jedoch nicht aufgrund seiner raumgestalterischen Fähigkeiten, sondern doch wohl eher wegen seiner atmosphärischen Portraitfotografien und filmischen Werke, wie “A Stanley Bard”, “Constanze” oder “The Night Before Christmas”, ein Begriff sein. Tja, wer kann, der kann eben…
Das sich Banksy´s Artworks weltweiter Beliebtheit erfreuen und sich deren Wertschätzung nicht zuletzt auf kommerzielle Weise wiederspiegelt, ist hinlänglich bekannt. Eine weniger schöne Randerscheinung dieses zunehmend um sich greifenden Hypes besteht dabei seit geraumer Zeit darin, dass skrupellose “Streetart-Grabber” seine Werke aus dem urbanen Raum entfernen und meistbietend an Fans oder Sammler veräußern. Alper Cagatay und Christopher Thompson gehen im Rahmen ihres Dokumentarfilmes How to sell a Banksy deshalb der Frage nach, wie das Geschäft mit fremden Eigentum bzw. öffentlichem Kulturgut funktioniert und welchen Gesetzmäßigkeiten diese zweifelhafte Erwerbsquelle unterliegt. Absolut sehenswert!
Nachdem wir unser letztes Post der Schablonenkunst als wohl bekannteste Vertreterin der Streetart-Culture gewidmet haben, möchten wir Euch heute zeigen, wie facettenreich man im urbanen Umfeld als Underground-Künstler tätig sein kann. Aus diesem Grund findet Ihr nachfolgend ein paar besonders kreative Arbeiten diverser europäischer (Frei-)Raumgestalter.
Eine unserer Lieblings-Streetart-Ausdrucksformen ist unbestritten die Stencil-Malerei. Dies liegt vor allem in der Tatsache begründet, dass sich viele Poichoirs reiferen und somit gehaltvolleren Themen widmen, als z.B. klassische Graffiti. Folgerichtig werden gerade poltische oder gesellschaftkritische Topics durch Schablonenkünstler auf der ganzen Welt auf unnachahmliche Weise interpretiert. Wer ebenfalls Lust verspürt, sich subtil, provokant und zeitgemäß im urbanen Raum mitzuteilen, sollte sich das folgende Tutorial aufmerksam zu Gemüte führen. Aber immer schön darauf achten, dass man bei seinen ersten Versuchen nicht ausversehen den Briefkasten der örtlichen Polizeidienststelle in Mitleidenschaft zieht…
Liebhaber zeitgenössischer urbaner Raumgestaltung aufgepasst! Vom 07.-10. Oktober 2010 findet in Berlin die nunmehr dritte Stroke – die ihreszeichens weltweit erste Messe für Urban Art und New Contemporary Art – statt. Neben einer umfangreichen Exponatensammlung aus den unterschiedlichsten Bereichen, wie z.B. Stencil-Graffiti, Plakat- und Sticker-Art, Malerei, Grafik und Collagen, werden renommierte Künstler und erstmals auch die einflussreichsten Streetart-Blogger vor Ort sein. Veranstaltungsort ist die Station Berlin in der Luckenwalder Straße 4 – 6. Wir werden uns die Stroke jedenfalls nicht entgehen lassen und zu gegebener Zeit ausführlich über unsere dortigen Impressionen berichten.
Dass London gerade für Liebhaber zeitgenössischer Kunst jederzeit eine Reise wert ist, dürfte allgemeinhin bekannt sein. Dass die britische Metropole neben der mittlerweile weltweit um sich greifendenden Stencil-Grafitti-Bewegung auch als Geburtsort der weniger populären Chewing-Gum-Art gilt, wissen hingegen nur ausgewiesene Streetart-Fans. Da uns die filigranen Minaturkunstwerke nicht nur entzücken, sondern uns auch als unmittelbare Inspirationsquelle dienen, möchten wir Euch heute ein paar dieser klebrigen Bürgersteigverzierungen vorstellen.
Allen Liebhabern urbaner Raumgestaltung möchten wir den von der Dresdner Kommunikations- agentur “Cromatics” initiierten PAINT CLUB wärmstens ans Herz legen. Als erster Contest seiner Art verbindet die Veranstaltung dabei vor allem in der Hip-Hop- und Skateboarding-Kultur tradierte Live-Battle-Komponenten mit ansonsten hauptsächlich im Geheimen stattfindenden Streetart-Aktivitäten. Unserem Homie Andreas wünschen wir jedenfalls viel Erfolg bei der Realisierung dieses einzigartigen Vorhabens und empfehlen Euch zur weiteren Lektüre, die offizielle Website des Paint Clubs unter www.the-paint-club.com zu besuchen. Kunst ist Chef!
Wer (wie wir) bisher geglaubt hat, dass die Anfänge der mittlerweile international florierenden Streetart-Kultur, in den U-Bahn-Bombings einiger New Yorker Graffiti-Pioniere aus den frühen 1980ern lägen, muss sich angesichts der folgenden Bilder wohl eines Besseren belehren lassen. Denn bereits ein gewisser Pablo P., ein etwa seit 1890 auf der Iberischen Halbinsel aktiver Underground-Artist, wusste offensichtlich gekonnt mit Skinny, Can & Co. umzugehen…
Aktionskünstler Matthias Speck hat uns mit seinem in der Darmstädter City installierten Goldenen Bettler, auf eine geniale Nebenerwerbsquelle aufmerksam gemacht. Jetzt müssen wir nur noch abwarten, bis Benetton, New Yorker oder H&M Insolvenz anmelden, um anschließend sämtliche Schaufensterpuppen aus deren Konkursmasse zu erstehen…