Im Gegensatz zur allgemeinen Auffassung sehen wir es keinesfalls als Tabuthema an, anderen Streetwear-Brands unsere Hochachtung zu erweisen, solange uns deren kreatives Schaffen auch wirklich von den imaginären Hockern haut. Genau solch ein Label ist Qhuit aus Paris, mit dessen netten Betreibern, Jérome und Nicolas, wir auf der vergangenen Bright Tradeshow bereits persönlich fachsimpeln und vor allem rumalbern durften. Ihre aktuelle Kollektion verstehen die beiden übrigens als Hommage an den berühmten Meeresbiologen Jacques Cousteau, die neben T-Shirts, auch Sweater, Kopfbedeckungen und Knitwear umfasst.
Wie das Shirt in Action rüberkommt, zeigt euch die französische Hip-Hop-Crew L´Entourage:
Heute vor einem Jahr verstarb Rap-Legende Guru bzw. “Gifted Unlimited Rhymes Universal” an den Folgen seiner schweren Krebserkrankung. Wie zu erwarten, löste die Nachricht über den frühen und vor allem unerwarteten Tod des Gang-Starr-Frontmanns nicht nur innerhalb der Hip-Hop-Gemeinde weltweite Bestürzung aus. Berühmt wurde der Ausnahme-MC zuvor in erster Linie durch seine intellektuellen und zumeist gesellschaftkritischen Texte, aber auch aufgrund der stilistisch gelungenen Kombination von Hip Hop und Jazz. Im Gedenken an Keith Edwad Elam hier deshalb noch mal einer seiner unvergesslichen Tracks. R.I.P., Guru…
Verzerrte Basslines, unkontrollierte Moog-Synthesizer-Outputs und mitunter gekreischte Textpassagen sind nur einige Markenzeichen von MIT, einer aus Köln stammenden Electro-Punk-Crossover-Band, die sich zu Recht als legitimer Nachfolger von Kraftwerk, Can & Co. fühlen darf. Wem diese Beschreibung zu irreführend ist, sollte sich die erste Single-Auskopplung “Pudong” ihres aktuellen, d.h. 2. Albums “Nanonotes” als Orientierungshilfe zu Gemüte führen.
Nachdem Kanye West auf einer Silvester-Party im volltrunkenen Zustand, herzallerliebst lallend verlauten ließ, dass die erste Single-Auskopplung “H.A.M.”, seines mit keinem Geringeren als “Jigga-Man” Jay-Z himself aufgenommenen Collabo-Albums “Watch the Throne”, bereits diese Woche released wird, müssen sich seine Fans nun doch bis zum 11. Januar (2011) gedulden. Das gerade veröffentlichte Mega-Artwork des dazugehörigen Covers dürfte die Vorfreude jedenfalls zusätzlich anheizen, was irgendwie ganz nach einem genialen Marketing-Schachzug riecht.
Bereits als Rotzlöffel kam Alex van der Zouwen, alias Kraantje Pappie, mit zeitgenössischem afroamerikanischem Sprechgesang á la Run DMC und Ice T in Berührung. Mittlerweile hat sich der aus Groningen stammende Niederländer zumindest in seiner Heimat selbst als feste Größe im dortigen Hipje-Hopje-Businessje etabliert. Warum dies so ist? Hört am besten selbst!
Zwar nicht mehr ganz aktuell, aber immer wieder “schön” anzusehen – der Kurzfilm “Rubber Johnny” des britischen Video-Künstlers Chris Cunningham. Ursprünglich als Promo-Clip für einen Aphex-Twin-Track von dessen Drukqs-Album gedacht, erlangte der Short-Movie zumindest im Warp-Records-Fanlager binnen kürzester Zeit Kultstatus. Zu sehen ist der durch Inzucht gezeugte und im Keller seines Elternhauses eingesperrte Johnny Rubber, der sichtlich gezeichnet seinem zwanghaften Bewegungsdrang zu elektronischer Musik nachgeht. Brillant und verstörend zugleich. Eine wahrhafte “Oh-Tannenbaum-Alternative” zu Heiligabend…
Dass man nicht unbedingt viel Geld benötigt, um ein richtig missratenes Musikvideo zu drehen, dürfte die meisten von uns in ihren Grundfesten erschüttern. Glücklicherweise gibt es jedoch einige wenige Ausnahmeinterpreten, deren disharmonische Ergüsse diese gewagte These eindrucksvoll belegen. Wer noch immer skeptisch ist, oder sich den Rest des Tages gehörig versauen möchte, sollte sich das folgende Beweismaterial deshalb unbedingt in unmittelbarer Reichweite einer voll funktionsfähigen Toilettenschüssel zu Gemüte führen. Viel Erfolg!
Vergangene Woche wäre Russell Tyrone Jones aka Ol´Dirty Bastard, das wohl kontroverseste Wu-Tang-Clan-Gründungsmitglied, 42 Jahre alt geworden. Doch sein exzessiver Lebenswandel hatte zur Folge, dass der in Brooklyn aufgewachsene Ausnahme-Rapper bereits 2004, zwei Tage vor seinem 36. Geburtstag, nicht völlig überraschend, aber dennoch viel zu früh in einem New Yorker Tonstudio das Zeitliche segnete. Spätestens seit mir O.D.B. 1996 auf einem seiner wenigen Europa-Konzerte, eine halb volle Flasche Jack Daniels in die Hand drückte, ist mir jedenfalls klar, dass “Big Baby Jesus” definitiv kein Kostverächter war. Im stillen, oder doch wohl eher lauten Gedenken hier deshalb noch mal sein bekanntester Track “Brooklyn Zoo”.
Gute Nachrichten für alle Beinkleidfetischisten! Wem der zweifelsohne stramme Fußmarsch zur diesjährigen Sneakerness nach Wien zu beschwerlich ist, kann am 18. September in Bochum eine Light-Version der weltweit führenden Messe für Sneaker & Co. unsicher machen. Diese findet im Rahmen des bevorstehenden Jubiläums der Streetwear Today statt, welches sich nunmehr bereits zum 8. Mal jährt. Darüber hinaus launcht sw2d mit “the live magazine”, ein digitales Upgrade seiner Printversion und promoted dieses mit einer als begehbares 3D-Magazin konzipierten Ausstellung. Da Parra Soundsystem aus Amsterdam zudem für akkustischen Hochgenuss sorgt, dürfte einer rundum gelungenen Veranstaltung nichts im Wege stehen.
Rap Genius hat mit seiner neuen Rap Map einen besonderen Travel-Guide für Besucher US-amerikanischer Metropolen gelauncht. Verzeichnet sind dabei bedeutende Orte aus der Welt des Hip Hop, angefangen von Geburtshäusern berühmter Hip-Hop-Größen, über in diversen Tracks thematisierten Locations, bis hin zu den angesagtesten Black-Music-Clubs. Eine wirklich feine Informationsquelle für den geneigten USA-Reisenden.