Dass vor allem Vertreterinnen des “gestöckelten” Geschlechts unter massiven Schuhticks leiden, zählt wohl zu den größten Fehleinschätzungen der gesamten Menschheitsgeschichte. Den eindrucksvollen Beweis liefert die von Arte ausgestrahlte Dokumentation Just for Kicks, welche aus dem Jahr 2005 stammt und den globalen Siegeszug des Liebhaberstücks “Sneaker” beleuchtet. Dies alles wäre uns selbstverständlich keinen expliziten Blog-Beitrag wert, wenn der äußerst informative Streifen nicht seit Kurzem als Vollversion durch die unergründlichen Weiten der World Wide Web schwirren würde. Also Schuhe aus und Film ab!
Wer sich nur eine Speichenbreite für Bicycle MotoCross und seine Protagonisten interessiert, kommt gegenwärtig nur schwer an Matthias Dandois vorbei. Da der trickreiche Franzose seit Kurzem als weltbester Flatland-Spezialist gefeiert wird, dürfte es zudem kaum verwundern, dass er mit Vans für einen echten Big Player als Team-Fahrer Kopf und Kragen riskiert. In Deutschland kann sein atemberaubendes Können übrigens im Rahmen der vom 08. – 10. Juli 2011 in Köln stattfindenden BMX Masters bestaunt werden. Als kleinen Vorgeschmack gibt´s hier schon mal das offizielle Team-Edit-Video von Vans bzw. Dandois. Genießt es!
Mit seiner Canon EOS 5 D Mark II kreiert Clemento Wirth, Student der Multimedia-Künste, ästhetische Kurzfilme, die man mit Fug und Recht als komplexe Gesamtkunstwerke bezeichnen kann. Seinen thematischen Fokus richtet der in Salzburg lebende Österreicher dabei vor allem auf den per Makrofunktion eingefangenen Mikrokosmos physikalischer Gesetzmäßigkeiten. So z.B. in auch in seinem neuen Werk “Macro Kingdom III”, welches sich den wechselnden Aggregatzuständen diverser Flüssigkeiten widmet. Klingt langweilig? Ist es aber nicht!
Alexander Klein vom Juxtapoz Magazine hat sich an die grazilen Fersen des umtriebigen Streetart-Aktivisten Sam Bassett geheftet und ihn bei einer seiner mittlerweile fast schon legendären Tape-Installationen bzw. -Performances begleitet. Bassett, der, wie man im Clip erkennen kann, in New York City lebt und arbeitet, dürfte den meisten von uns dabei jedoch nicht aufgrund seiner raumgestalterischen Fähigkeiten, sondern doch wohl eher wegen seiner atmosphärischen Portraitfotografien und filmischen Werke, wie “A Stanley Bard”, “Constanze” oder “The Night Before Christmas”, ein Begriff sein. Tja, wer kann, der kann eben…
Das sich Banksy´s Artworks weltweiter Beliebtheit erfreuen und sich deren Wertschätzung nicht zuletzt auf kommerzielle Weise wiederspiegelt, ist hinlänglich bekannt. Eine weniger schöne Randerscheinung dieses zunehmend um sich greifenden Hypes besteht dabei seit geraumer Zeit darin, dass skrupellose “Streetart-Grabber” seine Werke aus dem urbanen Raum entfernen und meistbietend an Fans oder Sammler veräußern. Alper Cagatay und Christopher Thompson gehen im Rahmen ihres Dokumentarfilmes How to sell a Banksy deshalb der Frage nach, wie das Geschäft mit fremden Eigentum bzw. öffentlichem Kulturgut funktioniert und welchen Gesetzmäßigkeiten diese zweifelhafte Erwerbsquelle unterliegt. Absolut sehenswert!
Zwar nicht mehr ganz aktuell, aber immer wieder “schön” anzusehen – der Kurzfilm “Rubber Johnny” des britischen Video-Künstlers Chris Cunningham. Ursprünglich als Promo-Clip für einen Aphex-Twin-Track von dessen Drukqs-Album gedacht, erlangte der Short-Movie zumindest im Warp-Records-Fanlager binnen kürzester Zeit Kultstatus. Zu sehen ist der durch Inzucht gezeugte und im Keller seines Elternhauses eingesperrte Johnny Rubber, der sichtlich gezeichnet seinem zwanghaften Bewegungsdrang zu elektronischer Musik nachgeht. Brillant und verstörend zugleich. Eine wahrhafte “Oh-Tannenbaum-Alternative” zu Heiligabend…
Die von Tetra New Media produzierte Dokumentationsreihe “New York Minute” stellt in einzelnen Episoden vor, wie das Leben auf den Straßen des Big Apple tatsächlich tickt. Der dritte Teil widmet sich mit Queens dabei einem in der allgemeinen Wahrnehmung eher unterrepräsentierten Borough NYC´s. Gerade deswegen gewährt der Clip unerwartet authentische Einblicke in den Alltag der dort lebenden Crooks, Hustler und Gambler…
Der französische Video-Künstler Arnaud Jourdain hat als Hommage an Serge Gainsbourg einen wirklich sehenswerten Animations-Clip geschaffen, in dem er eine Pariser Graffiti-Wall in ihre über Jahre hinweg entstandenen Ebenen kunstvoll zerlegt. Beeindruckend ist dabei vor allem die gelungene Symbiose aus bildender Kunst und computergestützten Technologien. Trés chic!
Streetart-Legende Banksy rechnet mit The-Simpsons-Macher Matt Groening und der Produktionsfirma Fox auf typisch provokante Weise ab. In seiner bitterbösen Vorspann-Satire geht der Künstler dabei vor allem mit den oftmals unmenschlichen Produktionsbedingungen für Merchandising-Artikel in asiatischen Billiglohnländern hart ins Gericht – einer Problematik, die auch für das Mode-Business von zentraler Bedeutung ist. Nachdem Fox die zweiminütige Sequenz binnen kürzester Zeit löschen ließ, kann man sich das, trotzt der eigentlich nachdenklich stimmenden Brisanz, unterhaltsame Video nun wieder zu Gemüte führen.
Vielleicht erinnert sich der ein oder andere ja noch… 2003 sorgte der US-amerikanische Alpinist Aron Ralston weltweit für Schlagzeilen, nachdem er sich während einer Bergtour in Utah den rechten Arm so unglücklich unter einem Felsbrocken einklemmte, dass er nach 127 (!) Stunden und völlig am Ende seiner Kräfte als einzige (Überlebens-)Möglichkeit sah, seine Hand mit Hilfe eines stumpfen Taschenmessers selbst zu amputieren. Sein dramatischer Überlebenskampf wurde nun mit 127 Hours von Danny Boyle verfilmt und mit Hauptdarsteller James Franco sensationell besetzt. In den USA ist der Streifen ab dem 05.11.2010 zu sehen. Wann der Film in deutschen Kinos anläuft, steht bisher noch nicht fest. Aber das Warten lohnt sich.